Nikotin macht abhängig. Verkauf ausschliesslich an Personen ab 18 Jahren. Kein Versand ins Ausland.
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Einwegvapes richtig entsorgen: was in der Schweiz gilt

5 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 12.8.2026

Eine aufgebrauchte Einwegvape sieht aus wie Plastikmüll, ist aber Elektroschrott. In jedem Gerät steckt ein Lithium-Ionen-Akku, dazu eine Platine und ein Heizelement. Damit gehört sie nicht in den Kehrichtsack, sondern in die Elektroaltgerätesammlung.

Warum der Hausmüll der falsche Ort ist

Lithium-Akkus reagieren empfindlich auf mechanische Belastung. Im Müllwagen und in der Presse werden sie gequetscht, was zu Bränden führen kann. In Kehrichtverwertungsanlagen sind solche Brände ein bekanntes und wachsendes Problem, und Einwegvapes tragen spürbar dazu bei.

Dazu kommt der Rohstoffaspekt: Lithium, Kobalt und Kupfer lassen sich zurückgewinnen, wenn die Geräte im richtigen Kreislauf landen. Im Kehricht sind sie schlicht verloren.

Wohin damit?

  • Verkaufsstellen für Elektrogeräte und Batterien nehmen Altgeräte in der Regel zurück.
  • Kommunale Sammelstellen und Recyclinghöfe nehmen Elektroaltgeräte entgegen.
  • Manche Gemeinden bieten separate Sammelboxen für Kleingeräte an.
  • Im Zweifel bei der Wohngemeinde nachfragen, die Zuständigkeiten sind kantonal geregelt.

Wichtig: Die Vape vollständig und unzerlegt abgeben. Der Akku sollte nicht herausgebrochen werden, das erhöht nur das Risiko und bringt keinen Vorteil.

Was in einer Einwegvape steckt

Ein durchschnittliches Gerät enthält einen Lithium-Ionen-Akku, eine kleine Steuerplatine, ein Heizelement aus Metall, Watte, Kunststoff und Reste an nikotinhaltigem Liquid. Damit vereint ein einziges Wegwerfprodukt drei Abfallkategorien: Elektronik, Kunststoff und einen chemischen Rest, der nicht in die Umwelt gehört.

Gerade der Liquidrest wird oft übersehen. Nikotin ist wassergefährdend, und Geräte, die im Wald oder am Strassenrand landen, geben ihn über die Zeit ab. Das ist neben der Brandgefahr der zweite gute Grund, sie korrekt abzugeben.

Warum das Problem so schnell gewachsen ist

Einwegvapes gibt es erst seit wenigen Jahren in dieser Form, und die Mengen sind rasant gestiegen. Anders als bei Batterien, für die es seit Langem etablierte Sammelsysteme und ein Bewusstsein in der Bevölkerung gibt, wissen viele schlicht nicht, dass in einer Vape ein Akku steckt. Das Gehäuse sieht nach Kunststoff aus, und entsprechend landet es im Kehricht.

Dazu kommt die Nutzungsdauer: Eine Vape ist nach Tagen bis Wochen aufgebraucht, ein Handy nach Jahren. Pro Person fallen also sehr viel mehr Geräte an als bei jeder anderen Elektronikkategorie.

Was mit den Geräten im Recycling passiert

In der Verwertung werden die Geräte zerlegt beziehungsweise geschreddert und die Fraktionen getrennt. Metalle wie Kupfer und Aluminium lassen sich gut zurückgewinnen, ebenso Teile des Akkumaterials. Kunststoffe und Restliquid werden thermisch verwertet.

Vollständig geschlossen ist der Kreislauf nicht: Die Rückgewinnung ist aufwendig und nicht jedes Material lässt sich wirtschaftlich trennen. Trotzdem ist der Unterschied zum Kehricht erheblich, wo alles verbrannt und nichts zurückgewonnen wird.

Rücknahmepflicht kennen

In der Schweiz gilt für Elektrogeräte grundsätzlich eine Rücknahmepflicht des Handels: Wer solche Produkte verkauft, muss gleichartige Altgeräte zurücknehmen, unabhängig davon, wo sie gekauft wurden. Du kannst aufgebrauchte Vapes also dort abgeben, wo Vapes oder Batterien verkauft werden.

Praktisch heisst das: Sammle die Geräte zu Hause und gib sie beim nächsten Einkauf gebündelt ab, statt jedes einzeln wegzubringen.

Bis zur Abgabe richtig lagern

Sammle aufgebrauchte Geräte an einem trockenen Ort, nicht lose in der Hosentasche und nicht neben brennbarem Material. Beschädigte oder aufgeblähte Geräte gehören zügig zur Sammelstelle und sollten nicht wochenlang herumliegen.

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Das Gehäuse aufbrechen, um an den Akku zu kommen.
  • Geräte in den Kehricht, ins Altpapier oder in den Kunststoffsack werfen.
  • Aufgeblähte Geräte weiterhin laden oder benutzen.
  • Vapes im Freien liegen lassen, das Restliquid ist wassergefährdend.

Die einfachste Lösung: weniger Geräte

Wer wöchentlich eine Einwegvape verbraucht, entsorgt im Jahr über fünfzig Akkus. Ein Podsystem mit wechselbaren Kartuschen nutzt denselben Akku über Monate und reduziert die Menge damit drastisch. Das ist nicht nur ökologisch der grössere Hebel, sondern auch der günstigere Weg.

Weniger Abfall bei gleicher Auswahl an Geschmacksrichtungen:

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